Sonntag, 21. Februar 2016

Brooeneärpel - oder die besten Bratkartoffeln der Welt






Meine Lieben,

es geht endlich wieder los! Heute habe ich zwar nur ein kleines Rezept - eigentlich auch mehr Tipps - für euch, aber wie sagt man: Kleinvieh macht auch Mist.

Mein Papa mag keine Kartoffeln und daran wird wohl meine liebe Oma nicht ganz unschuldig sein. Denn bei ihr gibt es auch heute noch fast jeden Mittag Kartoffeln - weil mein Opa so einen neumodischen Kram wie Reis oder Nudeln nicht mochte. Da sag ich nur: Des einem Leid ist des anderen ihm sein Glück ;-)

Da Oma früher immer für eine ganze Kompanie geprötscht hat (auch wenn nur 2 Personen zum Essen eingefallen sind) ist immer ein Kartoffelberg übrig geblieben. Den hat sie abends entweder zu Kartoffelsalat oder Bratkartoffeln verwurstet. Und da Mama zu Hause niemals Bratkartoffeln gemacht hätte, habe ich mich, und auch Papa - Brooeneärpel sind ja keine Kartoffeln - gefreut, wenn Oma abends die Pfanne angeworfen hat.

Ihr braucht nicht viele Zutaten:

abgekochte Kartoffeln  -  festkochend und gut ausgekühlt 
Butterschmalz
Salz, Pfeffer und vielleicht etwas Paprikagewürz
Zwiebeln
wer mag Speck und Petersilie
eure beste Pfanne
Zeit und Geduld - sagt auch Oma

Ich habe in diesem Fall keinen Kartoffelberg übrig gehabt, sondern habe am Vortag Pellkartoffeln gemacht, diese geschält, gut auskühlen lassen und im Kühlschrank zwischengelagert. Am nächsten Tag habe ich die Kartoffeln früh genug aus dem Kühlschrank geholt, gewürfelt und Zimmertemperatur annehmen lassen.  Kalt lassen sie sich besser schneiden - warm dauert der Prozess in der Pfanne dafür nicht ganz so lang.

Da ich persönlich nie, aber wirklich nie wüsste, wann der richtige Zeitpunkt ist, die Zwiebeln oder den Speck in die Pfanne zu werfen, damit alles gleichzeitig fertig ist (und nicht eins noch roh und das andere schon verkohlt ist), brate ich einfach erst die Zwiebeln und dann den Speck nacheinander an und stelle beides erstmal bei Seite.


So nun kommen wir zu unseren Kartoffeln: Pann mit ordentlich Butterschmalz erhitzen. Nun ist es wichtig, die richtige Temperatur für sich zu finden: Nicht zu heiß, aber auch nicht zu wenig Dampf. Bei mir war es auf Stufe 7, aber da müsst ihr leider selber ein bisschen testen. Und dann "schwupp" die  Kartoffeln in die Pfanne. Aber auf jeden Fall nur eine Schicht... Ich weiß, ziemlich blöd, wenn man für eine ganze Familie Bratkartoffeln machen will, aber dann heißt es: Mehrere Pfannen nutzen. Bei uns gibt es nicht oft Bratkartoffeln, die sind schon was Besonderes, und dann investiere ich auch schon mal in mehr Spül :-)

Zurück zu den Ärpeln -  eine Schicht ist in der Pfanne und jetzt heißt es warten, warten und nochmals warten. Kartoffeln sind in diesem Zustand unheimlich empfindlich und wenn ihr zu oft den Pfannenwender schwenkt, würdet ihr zum Schluss nur noch einen riesigen Matschhaufen in der Pfanne haben...


Warten heißt in diesem Fall, bis zu dem Zeitpunkt zu warten, an dem die Kartoffeln von der einen Seite eine schöne braune Schicht bekommen haben. Das kann gut und gerne 8 bis 15 Minuten dauern. Schaut ab und an mal unter eine Kartoffel - hat diese euren gewünschten Bräunungsgrad erreicht, heißt es Wenden und wieder warten. Eventuell muss bei jedem Wenden noch etwas Butterschmalz dazugeben werden. Aber nicht zu viel, da die Bratkartoffeln sonst mega ölig werden... Das Ganze wiederholt ihr, bis alle Kartoffelwürfel von allen Seiten schön angebraten sind. Kurz vor Schluss kommen Zwiebeln, Speck, Salz, Pfeffer, etwas Paprikagewürz und Petersilie mit dran. Alles nochmal wenden und ihr habt die besten Bratkartoffeln der Welt!!!
 
Bei uns gab es ein Roastbeef aus dem Ofen und Remoulade dazu. Was würdet ihr dazu machen? Hinterlasst mir doch einen Kommentar!  

In diesem Sinne noch einen schönen Sonntag und
joote Hunger,

 

 
Katharina

 
 

Ps.: Fragen? Immer her damit und ja es gab schon mal bessere Bilder ;-)



 

 


 
 

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